Selbsterfahrungsseminar mit Theorieinput
27.-28. September 2019

 Freitag 17:00 – 21:00,
Samstag 10:00 – 18:30

Ärger, Wut, Aggression: unerwünschte Gefühle und Verhaltensweisen mit Potential und vielen Gesichtern

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Aggression oft negativ bewertet und mit verbalen oder auch körperlichen Angriffen, Beleidigungen und einer feindseligen Haltung in Verbindung gebracht.

In der personzentrierten Theorie wird der Aggression auch eine konstruktive – als allgemeine Lebenskraft beschriebene – Komponente zugeordnet, sie wirkt demnach identitätsbildend und beziehungsklärend. Carl Rogers hat z.B. beschrieben, dass „der Ausdruck von Ärger die Beziehung heilen kann”.

Im Seminar wollen wir uns mit dieser Grundkraft und ihren Ausdrucksformen auseinandersetzen, die sowohl abgrenzendes, zerstörerisches, als auch kreatives und beziehungsförderndes Potential in sich tragen. Ein Schwerpunkt ist dabei auch die Auseinandersetzung mit geschlechterspezifischen Unterschieden im Ausdruck und der Wahrnehmung von Gefühlen bzw. von Aggression und deren Bewertung.

  • Wie geht es uns mit unserer eigenen Aggression bzw. mit der Aggression anderer?
  • Gibt es eine konstruktive und eine destruktive Aggression und wenn ja, wie unterscheiden sie sich voneinander?
  • Was ist Aggression und wozu dient sie?
  • Wie ist das personzentrierte Verständnis von Aggression?
  • Wann und unter welchen Umständen wird Aggression zur Gewalt?
  • Wie zeigt sich Ärger, Wut, Aggression in der therapeutischen Beziehung:  auf Seiten der/des Klient*in und auf Seiten der/des Psychotherapeut*in?
  • Wie kann therapeutisch mit Aggression umgegangen werden?

Kosten € 285,-

Ort 1100 Wien, Keplerplatz 12/21

Leitung
Renata Fuchs, MAS (www.apg-ips.at/psychotherapie/therapeutinnen/406)
Alexander Nikodemus (www.psychotherapie-nikodemus.at)
Raphaela Riener-Schwaighofer

Selbsterfahrungsseminar
23.-24. November 2018

 Freitag 17:00 – 21:00,
Samstag 10:00 – 18:30

Hier und Jetzt: das momentane Erleben als Bezugspunkt

Gegenwärtigkeit, Präsenz, im Hier und Jetzt sind Begriffe, die in vielfältiger Bedeutung verwendet werden.

In der personzentrierten Theorie ist mit Präsenz bzw. Gegenwärtigkeit auf Seite der/des Therapeut*in das Zusammentreffen der von Carl Rogers (dem Begründer der personzentrierten Psychotherapie) beschriebenen Kernbedingungen gemeint: Kongruenz, unbedingte Wertschätzung und Empathie.

Carl Rogers beschreibt, dass am oberen Ende des Prozesskontinuums in Bezug auf das momentane Erleben

  • Gefühle im Augenblick geäußert und gleichzeitig erlebt, empfunden, differenziert und ausgedrückt werden können
  • man seinem/ihrem Leben nahe steht, ihm vertraut und es als Bezugspunkt betrachtet, an dem man sein Verhalten ausrichten kann
  • Erleben nur noch versuchsweise strukturiert wird und Bedeutung etwas ist, das einer Erfahrung zugeschrieben wird
  • das Selbst das Erleben ist, dieser fortschreitende Prozess, der von Augenblick zu Augenblick wechselt
  • Beziehung auf der Basis von Gefühlen gelebt werden kann

Miteinander gegenwärtig sein, das Wahrnehmen und Mitteilen des momentanen Erlebens als Bezugspunkt in einer Selbsterfahrungs- und Encountergruppe.

Kosten € 280,-

Ort 1100 Wien, Keplerplatz 12/21

Leitung
Renata Fuchs, MAS (www.apg-ips.at/psychotherapie/therapeutinnen/406)
Alexander Nikodemus (www.psychotherapie-nikodemus.at)
Raphaela Riener-Schwaighofer